Ich habe keine Liebe in mir, ich bin wie ein leeres Glas Wasser, leer, trocken, nicht voll, nicht halbvoll und auch noch nicht voll gewesen. Ich bin wie eine alte Jungfer, ich habe noch nie geliebt, auch wenn ich verheiratet bin. Wenn mein Mann mir sagt, er liebt mich, so antworte ich ihm, ich liebe ihn auch, aber gefühlt, gefühlt habe ich das noch nie. Ich weiß nicht ob das anders gewesen wäre, wenn ich nicht mit 8 einen Männerfinger im Hintern gehabt hätte. Ich weiß nicht mehr was er mir damals alles erzählt hat, das war ziemlich viel und ich habe nicht zugehört. Aber ich habe das Gefühl es ist in mir angekommen, wie ein schwarzer böser Samen, der sich in mir eingenistet hat, die Vernunft aus dem Kopf vertrieben hat um schlechtes, krankes und boshaftes Ich zu säen. Wer weiß, vielleicht wäre ich ein warmherziger netter Mensch geworden, wenn mir der Missbrauch als Kind nicht passiert wäre, wenn meine Eltern mich geliebt hätten. Tatsächlich ist es aber nie so gewesen und ich habe immer das Gefühl, ich gehöre auf die dunkle Seite, ich fühle mich nicht wohl hier und was auch immer ich tue, es kann nicht wieder gut mache, was in mir drin ist.
Es ist furchtbar und ich habe furchtbare Angst davor dass es irgendwann einmal jemand sehen könnte. Alles schlechte, was über mich gesagt wird, nehme ich für bare Münze, nein, ich schreie demjenigen sogar lautlos ins Gesicht: JA, ja, ich bin schlecht und alles was ich tue ist schlecht, ich kann nur schlecht, aber vielen Dank dafür dass Du mich endlich so siehst wie ich wirklich bin!
Bin ich darum glücklich im schlecht sein?
Nein, ich glaube, ich habe einfach angepasste Depressionen und zerfließe vor meinem eigenen Mitleid.
Wir schlecht ich doch bin….
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen